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Demografischen Wandel bewältigen

10.11.2015 | Velbert

Demografischen Wandel bewältigen

Auf ihrem jüngsten Monatstreffen informierten sich die Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg über den demografischen Wandel in der Region. Rund 20 Interessierte folgten den Ausführungen von Katrin Lohner (coach-ability Heiligenhaus), Business- und Personalcoach und Demografieberaterin, zum Thema „Alt gegen Jung – oder doch alle zusammen? Welche Auswirkungen hat der demografische Wandel für den Mittelstand im Kreis?“.

Auf die Mischung kommt es an: Weder die nur mit jungen Mitarbeitern ausgestatteten Unternehmen noch die mit überalterten Belegschaften sind langfristig überlebensfähig. Auf die Erfahrung „der Alten“ kann nicht verzichtet werden, ihre Nachfolge muss aber auch frühzeitig geregelt werden. „Ich kann zum Beispiel keinen 63-Jährigen durch einen 26-Jährigen frisch von der Uni ersetzen“, sagt Lohner. „Da geht Erfahrung verloren, die die Dynamik und Performance eines jungen Mitarbeiters nicht kompensieren kann.“ Bei der Bewältigung der sich aus dem demografischen Wandel ergebenden Herausforderungen gehe es um eine umfassende Sicht auf die Mitarbeiter nach Alter, Qualifizierung und Geschlecht. Der Prozess zu einer ausgewogenen Belegschaft sollte mindestens zwei Jahre begleitet werden, egal ob im Unternehmen intern oder von extern beraten. Instrumente für eine erfolgreiche Gewinnung von Fach- und Führungskräften könnten die Ansprache bisher vernachlässigter Zielgruppen sein, Kooperationen mit Schulen und Hochschulen oder die Steigerung der Arbeitgeberqualität. Für die Bindung von Mitarbeitern sind zum Beispiel moderne Arbeitsmodelle, Qualifizierungsangebote und Gesundheitsmanagement von Bedeutung. Die Vereinbarkeit von Familie und Berufe wird für Männer und Frauen eine zunehmende Bedeutung bekommen. Auch für die Übergangsregelung gibt es mehrere Instrumente, die die Bewahrung von Fachwissen sichern können. Dazu zählen Beraterfunktionen der ausscheidenden Fachkräfte, Lebensarbeitszeitkonten, Altersteilzeitregelungen und Ähnliches.

Dass die Teilnehmer mit demografischem Wandel bereits Berührungspunkte hatten oder diesen sogar selbst zu gestalten haben, zeigte sich in den lebhaften Diskussionen während und nach dem Vortrag.

Text: Stefan Mülders


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