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Junge Wirtschaft erhebt die Stimme

13.03.2015 | Velbert

Junge Wirtschaft erhebt die Stimme

Rund 80 Gäste folgten der angeregten Podiumsdiskussion mit den Bürgermeistern aus Velbert und Heiligenhaus, dem Kreisdirektor und dem Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf.

Für die Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg war es eine Premiere: Die Podiumsdiskussion „Wirtschaftsperspektiven in der Region Niederberg“ sollte ein Auftakt sein, junge Wirtschaft und Politik näher zusammenzubringen. Dass nicht nur Wirtschaftstreibende in der Region dieses Thema bewegt, zeigte die große Resonanz auf die Einladung: Über 60 Gäste hatten sich angekündigt, rund 80 füllten schließlich den Saal des Velberter Parkhotels.

„Schon die Terminfindung war für uns im Jahr der Kommunalwahl nicht einfach“, erinnert sich Mike Richter, Leiter des Arbeitskreises Politik und Wirtschaft. „Wir haben uns schließlich mit den Bürgermeistern, die für uns wichtige Teilnehmer auf dem Podium waren, auf einen Zeitraum weit nach den Wahlen und den Sommerferien geeinigt.“ So ließen sich zu Beginn der Legislatur die gemeinsamen Themen finden und feststellen, wo weiterer mitunter kontroverser Austausch nötig ist. Den wünschten sich zum Abschluss des Abends auch beide Bürgermeister. Und sie forderten die Wirtschaft auf, häufiger und lauter die Stimme zu erheben, wenn es um kommunale Themen geht.

Daniel Patano von Radio Neandertal moderierte die Diskussion mit den Bürgermeistern Dr. Jan Heinisch und Dirk Lukrafka, IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Udo Siepmann, Kreisdirektor Martin M. Richter und den Wirtschaftsjunioren Peter Jülicher und Tobias Terworth aus der Unternehmerschaft. Dabei kamen die wichtigsten Aspekte zur Sprache: A44-Lückenschluss, Bereithaltung von Gewerbeflächen, Gewerbesteuer und die Innenstadtentwicklung der beiden Kommunen boten Raum für teilweise kontroverse Ansichten. Einig waren sich alle, dass die Region weitere Gewerbeflächen benötigt. Zu diesem Punkt konnte IHK-Hauptgeschäftsführer Siepmann topaktuell einbringen, dass von Oktober bis Ende März 2015 das „Erarbeitungsverfahren“ zum Regionalplan laufen wird. In dieser Zeit können „Träger öffentlicher Belange“ aber auch Bürger zu den Plänen Stellung nehmen.

Selbstverständlich landeten die Teilnehmer auch schnell beim Thema Gewerbesteuerhebesatz und der im Kreis sehr unterschiedlichen Ansichten dazu. Während Jan Heinisch den Vorgang in Monheim am Rhein als politischen Glücksfall, der nicht auf strategisches Handeln zurückzuführen sei, einsortierte, rückte Martin M. Richter die Kehrseite der Medaille in den Mittelpunkt: „Velbert und Heiligenhaus profitieren über die Kreisumlage von der wirtschaftlichen Situation Monheims. Die Stadt trägt einen entsprechend höheren Anteil und entlastet damit die Haushaltslage der Niederberger Kommunen.“ Dennoch haben beide Kommunen massive finanzieller Probleme, die sich voraussichtlich noch weiter zuspitzen werden.

Auch die Entwicklung der Innenstädte nahm einen großen Raum der Diskussion ein. Während in beiden Kommunen gute Ansätze zu erkennen seien wie auf dem Kiekert-Areal und durch die Sanierung der Hauptstraße beziehungsweise dem Woeste-Gelände und den Friedrich-Arkaden, sorgte insbesondere die Velberter Innenstadt auch für Sorgenfalten. Es müsse gelingen, endlich die unterschiedlichen Interessengruppen zu einem gemeinsamen Ziel zusammenzuführen: der Belebung der Innenstadt. Dirk Lukrafka betonte die Bedeutung des Europaplatzes als Veranstaltungsort und hofft auf gute Nachrichten für das Hertie-Gebäude und das Marktzentrum. Außerdem müsse man eine gemeinsame Antwort auf den wachsenden Trend des Online-Handels finden.

„Wir können heute feststellen, dass unser Ansatz für einen Dialog zwischen junger Wirtschaft und Politik richtig ist“, sagte WJ-Kreisvorsitzender Tobias Terworth nach dem Abend. „Wir werden uns nun konkrete Gedanken machen, wie wir zum einen diesen Diskurs fortsetzen können und wie und zu welchen Themen wir – wie von der Politik gefordert – als Unternehmer unsere Stimme erheben können.“


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