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Kaiser Werkzeugbau gewährt Wirtschaftsjunioren Einblick

16.07.2015 | Velbert

Kaiser Werkzeugbau gewährt Wirtschaftsjunioren Einblick

Werks- und Firmenbesichtigungen finden immer wieder großes Interesse. So war das auch, als die Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg bei ihrem jüngsten Monatstreffen bei Kaiser Werkzeugbau in Velbert zu Gast waren. WJ-Geschäftsführerin Tina Schmidt hatte aus Kapazitätsgründen sogar einzelnen Interessenten, die kurzfristig noch dabei sein wollten, absagen müssen. Insgesamt 30 Personen bekamen durch Wolfgang und Felix Kaiser interessante Einblicke in deren Familienunternehmen.

Zunächst lernten die Anwesenden, dass der bei Kaiser betriebene Werkzeugbau nichts mit Handwerkzeugen wie Hammer, Meißel oder Schraubendreher zu tun haben. Wenngleich – theoretisch – die dort hergestellten Werkzeuge durchaus in der Lage wären, das eine oder andere Handwerkzeug zu produzieren. Allerdings gehören derartige Hersteller aktuell nicht zum Kundenkreis der Velberter. Der ist vorwiegend – wie in der Region naheliegend – durch Automobilzulieferer und die Schloss- und Beschlägeindustrie bestimmt. Doch auch Unternehmen der Möbelbranche, der Bauindustrie und Medizintechnik bestellen bei Kaiser Werkzeugbau im Niederbergischen. „Wir konstruieren und produzieren überwiegend für Prozesse, in denen sich auf der einen Seite ein Coil befindet und wo auf der anderen Seite ein fertiges Bauteil herauskommt“, sagt Felix Kaiser. „Dazwischen findet man unsere Werkzeuge, die aus dem Metall durch Stanzen und Formen das machen, was für die spätere Endanwendung benötigt wird.“ Etwas überrascht zeigten sich einige der Besucher davon, wie aufwändig schon die Angebotserstellung für die Werkzeugproduktion ist. Noch bevor es überhaupt zu einer Beauftragung kommt, müssen Konstrukteure einen hohen Stundenanteil in Machbarkeitsanalysen und Entwicklungsansätze investieren, und um so überhaupt zu einem validen Angebot zu kommen.

Beim Rundgang präsentierte Felix Kaiser unter anderem ein zur Erstauslieferung bereitstehendes Werkzeug mit einem Gesamtgewicht von fast fünf Tonnen und einer Länge von 2,30 Metern. „Das gehört schon zu den größeren Modellen, die wir überhaupt ausliefern“, erklärte er. „Die meisten unserer Werkzeuge liegen zwischen einem und 1,80 Metern.“ Die Velberter Hallen wird das aus zahlreichen hintereinandergeschalteten Werkzeugen bestehende Maschinenbauteil allerdings nicht zum letzten Mal gesehen haben. Nach Testläufen beim Kunden werden in der Regel nochmals Feinheiten nachjustiert. Darüber hinaus bekamen die Teilnehmer einen kleinen Einblick in die moderne Technik: Wurde noch vor wenigen Jahren auf Basis großer Konstruktionspläne auf Papier gebaut, sind diese heute bei Kaiser überwiegend durch Computer ersetzt. An den Bildschirmen lassen sich die Baupläne in 3D betrachten, beliebig drehen und zoomen und jedes Detail kann einzeln „herausgenommen“ werden.

Kaiser Werkzeugbau wurde 1935 von Ernst Kaiser in Velbert gegründet. Seit 1994 führt sein Enkel Wolfgang Kaiser den Familienbetrieb. Er führte die Stanztechnik als zweites, wenn auch deutlich kleineres, Standbein ein. Im vergangenen Jahr stieg Sohn Felix ins Unternehmen mit ein und läutete damit die Fortführung auch in vierter Generation ein. Das Schlüsselregion-Mitglied beschäftigt zurzeit zwölf Mitarbeiter und produziert auf rund 1.000 Quadratmetern.

www.kaiser-werkzeugbau.com

Text & Foto: Stefan Mülders


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