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Wirtschaftsjunioren informieren sich über nachhaltige Landwirtschaft in der Region

10.08.2016 | Velbert - Windrather Tal

Wirtschaftsjunioren informieren sich über nachhaltige Landwirtschaft in der Region

Junge Wirtschaft in der Region – das darf dann auch mal Landwirtschaft sein. Ihr August-Monatstreffen verbrachten die Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg mit 20 Mitgliedern und Interessenten auf dem Schepershof im Windrather Tal. Von Karla Ulber erfuhren sie viele Details über die biologisch-dynamische Landwirtschaft auf dem Hof in Velbert-Neviges. Abschließend konnten sie sich beim Imbiss auch noch vom hervorragenden Geschmack der eigenen Erzeugnisse überzeugen.

Der Schepershof ist einer von mehreren nachhaltig geführten Betrieben im Windrather Tal. Ein Ort, an dem auch Nutztiere sich noch wohlfühlen dürfen, obwohl sie Teil einer Wertschöpfungskette sind, an dem Pflanzen auf den Feldern noch ganz ohne den Einsatz chemischer Mittel wachsen und gedeihen, an dem Gemüse noch seinen ursprünglichen (und sehr leckeren) Geschmack entwickeln darf – mit aller Zeit, die es dafür benötigt. Der Hof lädt zum Verweilen, Genießen und Spazieren ein, Besucher können sich auf dem Gelände frei bewegen, in die nachhaltige Landwirtschaft Einblick nehmen und die Produkte im Hofladen erwerben oder im Hofcafé kosten. Oder einfach selbst mitwirken: Ob freiwillig aktiv auf den Feldern und in den Ställen oder durch eine Mitgliedschaft im gemeinnützigen Schepershof e.V., von dem die GbR-Gesellschafter Flächen, Gebäude und landwirtschaftliche Geräte pachten. Die Erzeugnisse der gesamten Region werden in eigenen Produktionsstätten zu Brot und Käse verarbeitet. Die Höfe streben nach dem Ideal des geschlossenen Betriebskreislaufes, was unter anderem in den Bereichen Futter für die Tiere und Düngung gilt, aber auch Stromproduktion und die Versorgung mit Heizmaterial aus dem eigenen Wald mit einschließt.

Selbstverständlich dienen die Nutztiere auch der Fleischproduktion. Hier legen Ulber und ihre Mitstreiter Wert auf Zusammenarbeit in der Region. „Die Tiere sollen nicht zu lange Wege zurücklegen müssen und auch die Zeit bis zur eigentlichen Schlachtung soll so kurz wie möglich sein.“ Neben Kühen, Schweinen und Geflügel wird auch für wilde Tiere Sorge getragen. Mehrere Bienenvölker werden auf dem Gelände gepflegt, für Vögel wurden Bauminseln und Hecken eingerichtet.

Die Website www.schepershof.de lädt zum virtuellen Rundgang ein, hier sind auch die Öffnungszeiten des Hofcafés genannt.

Text & Fotos: Stefan Mülders


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