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Monatstreffen bei Tünkers Maschinenbau

15.03.2017 | Ratingen

Monatstreffen bei Tünkers Maschinenbau

Mehr als 20 Mitglieder und Interessierte waren der Einladung der Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg zur Tünkers Maschinenbau GmbH in Ratingen gefolgt. Der Marketing-Verantwortliche Christoph Kirschner gab einen kurzen Überblick über das weltweit tätige Unternehmen und etwas später auch einen Einblick in die Werkshallen.

Da zu diesem Zeitpunkt zwei Abteilungen in Nachtschicht arbeiteten, bekamen die WJ-Mitglieder auch einen Eindruck von der Produktion. „Das ist bei uns aber nicht die Regel“, erklärte Kirschner. „Nachtschichten werden nur bei besonderen Projekten notwendig. Aber grundsätzlich müssen wir schon sehr flexibel arbeiten.“

Tünkers Maschinenbau produziert alles rund um den Rohkarosseriebau der Automobilindustrie. „Zumindest dann, wenn es um das Umfeld der Industrieautomation geht. Die Roboter selbst bauen wir nicht.“ Dabei deckt Tünkers die komplette Bandbreite einer Produktionsstraße ab: Spannen, Positionieren, Greifen, Umformen, Schweißen, Fördern, Transportieren, Drehen, Dosieren und Kleben. Und die Produktvielfalt der Automobilindustrie ist gleichzeitig auch der Garant für das Fortbestehen des Ratinger Familienunternehmens. Denn jedes neue Modell benötigt auch eine neue Produktionsstraße. Nahezu alle namhaften OEM (Automobilhersteller) der Welt bauen auf und mit Tünkers-Produkten. Auch der japanische Markt, bisher ein weißer Fleck auf der Tünkers-Landkarte, wird seit 2016 beliefert. „Andere Branchen als unsere Kernkundschaft zu erschließen hat sich in der Vergangenheit immer wieder als sehr schwierig erwiesen“, berichtet Kirschner. „Dennoch versuchen wir immer wieder, auch andere Märkte im Blick zu halten.“ Und so findet man die Unternehmensmarke hier und da trotzdem noch außerhalb der automobilen Produktionshallen: Als „airport Scooter“, die auf Flughäfen Gepäckwagen transportieren, „MoVi“, der sich als Alternative zum Segway allerdings nicht durchgesetzt hat oder in der Filmindustrie. Denn ein Tünkers-Produkt hat es tatsächlich mal sehr prominent und auch speziell für diesen Zweck gefertigt in die legendären James-Bond-Filme geschafft. Halle Berry war mal darauf festgezurrt und wurde in letzter Sekunde von Pierce Brosnan vor dem herrannahenden Laser gerettet. Kenner wissen natürlich, dass es sich dabei um „Stirb an einem anderen Tag“ handelt.

Der Slogan „Erfindergeist serienmäßig“ ist keine hohle Phrase: Tünkers hält weltweit aktuell zirka 350 Patente. Angefangen hatte alles mit der Unternehmensgründung und einem ersten Patent in den frühen 1960er Jahren. Für Ford entwickelte Tünkers einen "Kniehebelspanner". Auf diesem relativ kleinen Bauteil fußt die gesamte Firmengeschichte bis hin zum heutigen Global Player. Die Spanner werden heute noch, in inzwischen vielen Größen und Variationen, komplett in Ratingen gefertigt.

Der Weltmarktführer für Automationstechnik im Bereich Rohkarosseriebau produziert zwar mit den neuesten Bearbeitungsmaschinen, „die Montage der Produkte, die nicht selten Unikate sind, erfolgt dagegen in Handarbeit“.

www.tuenkers.de

Stefan Mülders


Christoph Kirschner führte die Wirtschaftsjunioren Niederberg im März durch die Produktionshallen der Tünkers Maschinenbau GmbH in Ratingen.

Foto: Francesco Calio


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