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Wirtschaftsjunioren besuchen das Klinikum Niederberg

08.03.2016 | Velbert

Wirtschaftsjunioren besuchen das Klinikum Niederberg

Zu ihrem dritten Monatstreffen in diesem Jahr waren die Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg zu Gast am Klinikum Niederberg in Velbert. Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang empfing die rund 25 anwesenden Mitglieder und referierte über den aktuellen Stand und die Zukunft des größten Krankenhauses im Kreis Mettmann. Als im Herbst vergangenen Jahres dieser Termin zwischen den beiden Parteien vereinbart wurde, war der akute Anlass und Gesprächsbedarf, der Verkauf des bisher kommunalen Hauses an Helios, noch gar nicht absehbar.

Foto (Stefan Mülders | WJ Niederberg): Die Wirtschaftsjunioren, hier vertreten durch (v.l.) Francesco Calio (stv. Kreissprecher), Geschäftsführerin Tina Schmidt und Kreissprecher Robin Clemens, ließen sich von Klinikum-Geschäftsführerin Dr. Astrid Gesang die aktuelle Situation am Klinikum Niederberg erläutern.

Astrid Gesang erläuterte zunächst kurz die wirtschaftliche Grundlage für das Gesundheitssystem, speziell die Krankenhäuser: Den Wechsel von der tagespauschalen Bezahlung zu Fallpauschalen, die ab 2003 eingeführt wurden. Sie gab einen Rückblick auf die kurze Insolvenzphase des Klinikums 2005/2006 und den Neustart danach. Ebenso ging sie auf ihren eigenen Werdegang von der Chirurgin und Notärztin über das Qualitätsmanagement bis hin zur Geschäftsführerin ein. Danach gab Gesang einen Einblick in den regionalen Markt des Klinikums, also das direkte und erweiterte Einzugsgebiet und das medizinische Angebot des Hauses mit den verschiedenen interdisziplinären Zentren, die insbesondere in den vergangenen rund sechs bis acht Jahren aufgebaut wurden. In ihrem Vortrag wusste sie die eigentlich eher unangenehmen Empfindungen beim Thema Krankenhausaufenthalt und Operationen mit Charme und Witz aufzufrischen.

Beim Blick auf das Krankenhaus als Wirtschafts- und Standortfaktor konnte Dr. Astrid Gesang sich Kritik an der Gesundheitspolitik nicht sparen. „Die Tarifsteigerungen übersteigen regelmäßig die Steigerungssätze für unsere Krankenhausleistung“, sagte sie. Das stelle jedes Krankenhaus unter Sparzwang; und in einem System, in dem der Großteil der Kosten im Personalbereich liegen, falle jedem Betriebswirtschaftler als erstes Einsparmöglichkeiten genau dort ein. Das wiederum wirke sich auf die Qualität der Gesundheitsleistung aus. Entsprechend wichtig sei ein umfangreiches Qualitätsmanagement. Dennoch entwickelte sich das Klinikum wirtschaftlich gesund weiter, der Umsatz konnte um über zehn Millionen Euro gesteigert werden auf erwartete 73 Millionen Euro in 2015, 2013 kam man erstmals in die noch geringe Gewinnzone. Die Bausubstanz des Hauses allerdings war alles andere als gesund und ließ massive Investitionskosten – egal ob im Neubau oder durch Sanierung – auflaufen. Das letztendlich war, kombiniert mit der finanziell schwierigen Situation der beiden Trägerkommunen, ausschlaggebend für den Verkauf an einen privaten Träger. Helios siegte im Bieterverfahren, sähe den weiteren Ausbau des medizinischen Konzeptes und den Krankenhausneubau bis Ende 2021 vor. Allerdings sind Verkauf und Planung noch vorbehaltlich der Zustimmung des Bundeskartellamtes. „Die Zugehörigkeit zu Helios wäre für uns Standortsicherung und Sicherung der Arbeitsplätze“, betont Dr. Astrid Gesang.


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