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Wirtschaftsjunioren besuchen BKS

11.07.2017 | Velbert

Wirtschaftsjunioren besuchen BKS

Mit gut zwei Dutzend Mitgliedern besuchten die Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg auf ihrem Juli-Monatstreffen den Velberter Schloss- und Beschlägeproduzenten BKS. Georg Meyer, Mitglied der Werksleitung, gab einen kurzen Überblick über das Traditionsunternehmen und führte die Gruppe anschließend durch die 56.000 Quadratmeter großen Werkshallen.

Zuvor aber konnte WJ-Kreissprecher Francesco Calio mit Sandra Jachmann (Jachmann Spedition, Mettmann) und Denis Mühling (Mühling Druckluftsysteme, Heiligenhaus) zwei neue Mitglieder aufnehmen.

BKS (Boge & Kasten, Solingen) wurde 1903 gegründet und 1983 als bekanntester deutscher Hersteller von Schlössern, Türschließern, Schließanlagen und Panikschlössern in die Unternehmensgruppe Gretsch-Unitas integriert. Zur Holding mit Sitz in Ditzingen gehören neben BKS unter anderem noch die Produktionsstätten GU Baubeschläge und Ferco International im französischen Sarrebourg. Insgesamt besteht die Unternehmensgruppe aus über 50 Produktions- und Vertriebsgesellschaften in 35 Ländern.

In Velbert sind aktuell rund 560 Mitarbeiter beschäftigt, die an den Betrieb rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche aufrecht halten. „Wir haben die Betriebsfläche in den vergangenen Jahren immer weiter reduziert. Das nicht, weil die Produktion rückläufig wäre, sondern weil wird durch effizientere Prozesse zahlreiche Maschinen einsparen konnten“, erklärt Meyer. In der Stanzerei beispielsweise sei der Maschinenpark von 15 auf drei reduziert worden. „Davon sind aber auch nur noch zwei in Betrieb, die dritte dient als Reserve. Und mit diesen beiden Stanzen produzieren wir mehr Teile als damals mit 15.“ Die meisten strukturellen Maßnahmen wurden in den vergangenen zehn Jahren vollzogen. Dabei setzen Meyer und die Führungskräfte bei BKS stark auf die Mitwirkung der Mitarbeiter, die die neuen Arbeitsplätze mit gestalteten und immer wieder Verbesserungsvorschläge einbringen. „Im vergangenen Jahr haben wir über 3.000 Vorschläge der Mitarbeiter umgesetzt. Und ich erwarte auch von jedem Beschäftigten, dass er mindestens vier Vorschläge pro Jahr macht.“ In den Arbeitsgruppen werden die eingehenden Ideen auf  Umsetzbarkeit geprüft und eine verantwortliche Person benannt.

In den Werkshallen selbst finden sich zwar teilweise auch noch stationäre Arbeitsplätze für sitzende Tätigkeiten, die werden aber in den nächsten Jahren kaum noch vorhanden sein. Das neue Prinzip setzt auf Montage im Stehen. „Die Mitarbeiter holen sich die benötigten Halbteile aus den Regalfächern und montieren auf dem Weg zum nächsten Lagerplatz.“ Dabei werden sie durch grüne und rote Leuchten geleitet – weil der Auftrag digital gespeichert und im gut strukturierten System hinterlegt ist, welche Bauteile sich wo befinden.

Damit hat BKS sich höchst flexibel in der Produktion aufgestellt. „Wir liefern rund 20 Prozent aus Lagerbestand, 80 Prozent werden direkt auf Kundenbestellung produziert und geliefert.“ Und das ab einer einzelnen Stückzahl. „Wenn Sie als Kunde einen Zylinder benötigen, wollen Sie keine drei oder fünf kaufen“, sagt Meyer. Viele der rund 35.000 Einzelartikel können innerhalb von zwei Tagen versendet werden. Das funktioniert auch deshalb, weil der größte Teil der Wertschöpfungskette im Unternehmen selbst angesiedelt ist. „Mit dem Frauenhofer Institut für Fabrikplanung konnte der Materialfluss erheblich verbessert werden. Das gesamte Werk arbeitet heute im Durchflussprinzip.“ Wachstumspotenziale sieht er überwiegend im Export und im Markt elektronischer Schließsysteme. Die BKS Entwicklungsabteilung ist hierzu personell bestens ausgestattet.

Text & Fotos: Stefan Mülders


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