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Wirtschaftsjunioren Niederberg zu Gast bei NRW-Verkehrsminister Michael Groschek

10.09.2015 | Düsseldorf

Wirtschaftsjunioren Niederberg zu Gast bei NRW-Verkehrsminister Michael Groschek

Eigentlich hatten die Wirtschaftsjunioren (WJ) Niederberg den Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, zum Ortstermin mit anschließender Podiumsdiskussion an den Neubau der A44 im Bereich Velbert/Heiligenhaus eingeladen. Der Minister sah allerdings keinen Anlass für eine Diskussion und sagte dem Vorhaben ab – lud im Gegenzug aber die Wirtschaftsjunioren in sein Ministerium ein, um sich informell über das Thema Lückenschluss auszutauschen.

Dieses Angebot nahmen der aktuelle Kreisvorsitzende Robin Clemens und der Arbeitskreisleiter Politik und Wirtschaft der WJ, Mike Richter, Ende August wahr. Mit dabei war auch die Landtagsabgeordnete Elisabeth Müller-Witt (SPD), zu der seit dem Know-how-Transfer (Austausch zwischen Politik und WJ) 2014 ein direkter Kontakt besteht.

Clemens und Richter mussten im Gespräch die wirtschaftliche Bedeutung des Autobahn-Lückenschlusses nicht mehr gesondert betonen. Aber sie hatten einige Fragen mit im Gepäck, auf die Michael Groschek bereitwillig Antwort gab. Unter anderem brannte die Diskrepanz zum Jahr der Fertigstellung unter den Nägeln. Hatte die in diesem Jahr mit den Arbeiten beauftragte DEGES GmbH (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau) noch vor wenigen Wochen prognostiziert, auch im westlichen Teil zwischen Heiligenhaus und dem Kreuz Ratingen Ost bis 2018 fertig zu werden, hat sich diese Zielvorgabe nach genauerer Prüfung wieder relativiert. Wegen der rechtlichen Auseinandersetzung zur Regenrückhaltung, die sich nicht verkürzen lässt, geht man jetzt doch wieder von 2020 aus – so, wie es von Strassen.NRW bereits angegeben war. Überhaupt nähmen planungsrechtliche Verfahren und Konflikte einen großen Teil der für die Projektrealisierung benötigten Zeit ein. Der östliche Teil zwischen Velbert und Heiligenhaus wird spätestens 2017 fertig gestellt sein.

„Straßen. NRW ist bei der Geschwindigkeit der Durchsetzung solcher Neubauprojekte kaum zu schlagen“, sagte Groschek. „Jahrelange Erfahrung und Zusammenarbeit mit den ausführenden Unternehmen, die sich an Ausschreibungsprojekten beteiligen, sorgen inzwischen auf der baulichen Seite für optimale zeitliche Prozesse.“ Allerdings fehle es inzwischen, nicht nur auf Seiten der Landesbehörde, an Ingenieuren, um die Vielzahl der zu bewältigenden Straßenbauprojekte im Land zu bewältigen. „Der Lückenschluss der A44 war eines der letzten Neubauprojekte, die angesichts des Sanierungsstaus zum Beispiel bei Brückenbauwerken möglich waren.“ Die Bedeutung wird nicht zuletzt dadurch unterstrichen, dass es das erste an die DEGES vergebene Projekt ist. An der Finanzierbarkeit lässt Groschek übrigens nach wie vor keine Zweifel: „Die Mittel des Bundes sind gesichert und können auch nicht mehr von diesem Projekt abgezogen werden.“ Als interessante Randinformation empfanden die WJ die Tatsache, dass ein sehr großer Teil des Budgets gar nicht direkt in den Straßenbau, sondern in die notwendigen ökologischen Ausgleichsmaßnahmen fließt. Positiver Nebeneffekt für die Niederberger: Entlang der Trasse sind bereits jetzt einige Obstwiesen entstanden.

Für den WJ-Arbeitskreis Politik steht schon bald der nächste wichtige Termin an: Für den 27. Oktober wird um 18.30 Uhr zur zweiten Podiumsdiskussion, diesmal rund um das Außenhandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP), geladen. Die Veranstaltung im Parkhotel Velbert wird gemeinsam mit der Schlüsselregion vorbereitet. Anfang November trifft man sich dann zum informellen Gespräch mit Wülfraths Bürgermeisterin Dr. Claudia Panke. Die Treffen mit Dr. Jan Heinisch und Dirk Lukrafka hatten bereits im Frühjahr stattgefunden.

Text: Stefan Mülders


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